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Einfach singen!

Lust zu singen? Nur Mut!
Die eigene Stimmlage finden
Singen als Weg zur Selbstentfaltung

Wer sprechen kann, kann auch singen - einen Kehlkopf, ein Zwerchfell und eine Lunge haben wir alle, und als kleines Kind haben wir alle gesungen. In der Sprech- und Stimmwerkstatt lernen Sie, wie Sie Ihre Singstimme (wieder) finden und entfalten können. Lernen Sie, wie das Singen (wieder) einfach wird, denn:

Singen macht Spaß - besonders mit anderen zusammen. Singen ist gesund - es fördert das harmonische Zusammenspiel körperlicher, geistiger und seelischer Prozesse. Singen fördert die Integration von rechter und linker Gehirnhälfte. Singen steht in Wechselbeziehung zu unseren Emotionen - Ausdruck und Verarbeitung zugleich. Singen ermöglicht einen aktiven Zugang zur Musik, ohne ein Instrument zu erlernen. Singen erweitert die akustische Ausstrahlung um neue Dimensionen - davon profitiert auch die Sprechstimme.

Hier lesen Sie, was Sie im Gruppen- oder Einzelunterricht oder in einem Seminar in der Sprech- und Stimmwerkstatt lernen, erfahren, ausprobieren und einüben können.

Das Singen wird einfach, wenn wir ein paar Grundregeln beachten.
Manche Musikinstrumente müssen vor dem Spielen ausgepackt, aufgebaut, zusammengesteckt, gestimmt, an den Körper geschnallt und / oder aufgewärmt werden, bevor der erste Ton erklingen kann. Mit der Stimme ist es nicht so viel anders. Unser Instrument ist unser ganzer Körper. Deshalb beginnt in der Sprech- und Stimmwerkstatt jede Unterrichtsstunde mit einer

körperlichen Einstimmung,
die den Körper auf die Schwingungen der Stimme vorbereitet. Den Boden unter den Füßen fühlen, die Wirbelsäule dehnen und strecken, ein paar Schwungbewegungen, um überflüssige Spannungen loszulassen ... Im Einzelunterricht gehe ich auf Ihre ganz speziellen Bedürfnisse ein, in der Gruppe gibt es genug Freiraum, um dafür zu sorgen, dass der Körper sich lockert und entspannt.

Das Tönen
ist vergleichbar mit dem Einstimmen eines Orchesters vor der Aufführung. Es erklingen Töne, aber noch keine Musik. Das Tönen ist eine Form, die Singstimme einzusetzen, bei der es kein Richtig und Falsch geben kann. Wir probieren die Stimme aus, zunächst summend oder auf Vokalen oder Tonsilben, noch ohne Worte. In der Gruppe, aber auch im Einzelunterricht, ist die Stimmimprovisation eine schöne Möglichkeit, um die Stimme völlig frei klingen zu lassen.
Manchmal entstehen dabei spontan Klänge und Melodien, die an das selbstvergessene Singen kleiner Kinder erinnern, wenn sie ganz ins Spielen versunken sind. Eine Gruppe ermöglicht das Erlebnis, die eigene Stimme in einen Klangteppich einzuweben, der alle gemeinsam trägt.

Lieder zu singen,
ist für viele ein besonderer Wunsch und ein Ziel des Unterrichts. Jetzt kommt ein Text ins Spiel, ein Rhythmus, festgelegte Töne, die zusammen das Lied bilden. Der singende Mensch verbindet sich mit dem Lied und verkörpert und vertont es im Moment des Singens. Wir singen altbekannte und neue Lieder und Gesänge aus verschiedenen Teilen der Welt, Lieder zu den Jahreszeiten, Gospels, Spirituals, Kanons und andere. In der Einübungsphase hat der Gruppenunterricht in der Sprech- und Stimmwerkstatt den Charakter eines Chors. Immer wieder singen wir die Lieder, die wir schon kennen, denn erst durch häufige Wiederholung tauchen wir immer tiefer in das Lied ein und erleben mehr und mehr:
Einfach singend!

"Das Singen ist die eigentliche Muttersprache aller Menschen: denn sie ist die natürlichste und einfachste Weise, in der wir ungeteilt da sind und uns ganz mitteilen können - mit all unseren Erfahrungen, Empfindungen und Hoffnungen."

Yehudi Menuhin (1916 - 1999)


"Hab oft im Kreise der Lieben im duftigen Grase geruht
und mir ein Liedlein gesungen, und alles war hübsch und gut.
Hab einsam auch mich gehärmet in bangem, düsterm Mut,
und habe wieder gesungen, und alles war wieder gut.
Und manches, was ich erfahren, verkocht ich in stiller Wut,
und kam ich wieder zu singen, war alles auch wieder gut.
Sollst uns nicht lange klagen, was alles dir wehe tut,
nur frisch, nur frisch gesungen, und alles wird wieder gut."

Adalbert von Chamisso (1781 - 1838)